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RICHARDMathilde Lehmann

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RICHARD

Inklusive Stückentwicklung nach Motiven von Shakespeares „Richard III.“

Category: Theater
City: Leipzig
Funding period: 28.02.2014, 10:10 AM to 30.03.2014, 11:59 PM    

What is this project all about?

Das komplexe Bild des Richards soll in unserer Inszenierung in Form einer „Show“ verarbeitet werden, in welchem Richard als scheinbarer Moderator einer Spendengala für das Elend in dieser Welt fungiert. Dabei sollen aktuelle Themen, die vor allem über die Medien ihre Wirksamkeit erhalten, bearbeitet werden und in die Geschichte mit einfließen. Richard bleibt dabei eine Figur, welche durch den Abend eine persönliche Entwicklung durchlebt, während die anderen Figuren um ihn herum als Antrieb für die Geschichte dienen, die er nicht selbst vorantreiben kann. Im Rahmen der „Show“ soll Richard der Anheizer für Volk und Zuschauer sein. Dabei arbeitet er auf dem narzisstischen Level, das seinem Charakter innewohnt. Alle Rollen, inklusive des Publikums, dienen ihm allein und nähren sein komplexes Komplexpanorama. Die Figur Richards wird auf fünf Darsteller aufgeteilt, jeder gibt eine Vielzahl der Facetten Richards wieder, die Aufteilung folgt dem Anspruch auf Vollständigkeit in der Wiedergabe der Figur Richards. So ergibt sich ein fluktuierender Richard, ständigen Schüben durch den Fokus auf eine andere Facette unterworfen. Seine Darstellung orientiert sich sowohl an der Rezeption der fiktiven Person durch Shakespeare sowie an der Rezeption der historischen Person durch Geschichtsschreibung. Die Spielerrollen, also sämtliche andere aufgeführten Figuren, werden an Spieler mit geistiger Behinderung übergeben, sie erhalten die treibende Funktion im Handlungsverlauf. Das Volk, also bei „Richard III.“ die Bauern und Soldaten, werden durch einen Sprech- und Bewegungschor wiedergegeben, der als homogene Masse auftritt. Auf einer Projektionsfläche wird mit Videos gearbeitet, die überwiegend im Rahmen der "Show" zum Einsatz kommen. Es soll eine Ordnung sichtbar sein, die nach und nach immer mehr zerstört wird. Der Versuch, die anfängliche Ordnung wieder herzustellen, scheitert letztlich und das Chaos wird zunehmend größer und unkontrollierbarer.

What is the project goal and who is the project for?

Shakespeares Drama „Richard III“ bietet für jugendliche Darsteller eine große Reibungsfläche. Themen wie Manipulation des Volkes, Krieg und mediale Ausschlachtung finden sowohl im historischen Stoff, als auch in der heutigen Zeit statt, welche direkt an ihr Erleben und Wahrnehmen anknüpfen. Die drei Gruppen werden in den Proben aufgeteilt. Der Chor arbeitet zunächst alleine mit der Regie. Richard probt unter sich mit der Regie und mit den geistig behinderten Schauspielern. Dies geschieht, damit sie nicht isoliert werden, sie in die Produktion nicht lediglich integriert werden, sondern Teil sind. Sie erfahren im kontextualisierten Proben die Motivation der anderen Rollen und ihre eigene. Der Arbeitsansatz ist inklusiv. Die Kooperation mit geistig behinderten Schauspielern ist zudem eine bereichernde Erfahrung und großer Austausch für beide Parteien. Beide profitieren vom Denken und Handeln der anderen und können im Rahmen einer gleichberechtigten Inszenierung ihre Meinung vertreten und austauschen, um dadurch eine Produktion entstehen zu lassen, die für jeden der Beteiligten inhaltlich, formal und ästhetisch vertretbar ist.

Why should you support this project?

Weil wir die Idee einer inklusive Produktion anhand eines Klassikers neu auflegen, und etwas schaffen wollen, was es in dieser Form noch nicht gibt. Weil wir schon so viel dafür getan haben und noch mehr tun wollen. Weil die Aufführungstermine schon stehen. Weil die Produktion eine reisende ist, die Wege sind weit, und teuer. Weil wir so gerne mit ohne auskommen würden und die Produktion total gerne ohne eigenen Verdienst durchführen, aber Maske und Bühne und Technik und Kostüme, das wären alles notwendige Dinge und die kosten Geld, das wir nicht haben.

Der Schritt ist gar nicht groß. Mit 850€ schon kommen wir zumindest über die Runden!

How will we use the money if the project is successfully funded? 

Wir erhalten bei unseren Auftritten zwar Anteile der Eintrittsgelder. Die aber reichen selbst bei (hoffentlich) ausverkauften Vorstellungen nicht mal ansatzweise für: … Raummiete … Kostüme für 25 Darsteller … Requisiten / portables Bühnenbild … GEMA-Gebühren … Transportkosten für 25 Darsteller und das Team zu den Aufführungsorten außerhalb von Leipzig (Ingolstadt, Dresden)

Who are the people behind the project?

Mathilde Lehmann (*1991, Halle/Saale) 2009 bis 2011: Studium der Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig Seit 2011: Studium der Dramaturgie B.A. an der HfMT „Felix Mendelssohn Barthody“ Leipzig 2009 bis 2013: Regie und Gruppenleitung, Spinnwerk Centraltheater 2012/2013: Dramaturgie, Spinnwerk Centraltheater Inszenierungen: White Box (Spinnwerk Leipzig 2011), Zärtliche Rebellen VII (ebd. 2012), Kein Fehler im System (ebd. 2012), Schön gedacht #1: Der Traum vom Handeln (Szenische Lesung, ebd. 2012), Verhinderte Helden (Inszenierte Improshow, HMT Leipzig, 2012), Und das ist jetzt so was wie Woodstock, oder was? (Rechercheprojekt, Spinnwerk Leipzig 2013), Schön gedacht #3 (Szenische Kurzlesung, ebd. 2013), Paramorphosen #1 (Stückentwicklung, Cammerspiele Leipzig 2013), Paramorphosen #2 (Performance, ebd. 2013) Leitung der freien Improtheatercrew „Aktionskreis Pulsschlag“(2010 bis 2012)

Markus Strobl (*1990, Fürstenfeldbruck) 2007 bis 2009: Ausbildung zum Kinderpfleger an der Berufsfachschule Marienheim Ingolstadt 2009 bis 2013: Ausbildung zum Erzieher an der Fachakademie für Sozialpädagogik München 2012 bis 2013: Regie und Gruppenleitung, Spinnwerk Centraltheater Inszenierungen: Brachland (Theaterkurs Fachakademie 2011), Peer Gynt (Theaterkurs Fachakademie 2012), Paradise Lost (Kinderproduktion, Spinnwerk Leipzig 2013), Rausfliegen (Inklusive Produktion, ebd. 2013), Leinen Los #1 + #2 (Kindermatinee im Rahmen der Leipziger Festspiele 2013), A Stückl heile Welt (Theaterkurs Fachakademie 2013)

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