Nachjustierbare BrillenRobert Thielicke

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Nachjustierbare Brillen

Brillen besitzen trotz aller technischen Fortschritte nach wie vor starr geschliffene Gläser. Dabei existieren bereits Technologien, mit denen sie nicht nur nachträglich justierbar sind - und die sogar Zoomen erlauben würden. Es fehlt allerdings noch jemand, der sie auf den Markt bringt. (Bild: El Kashef / pixelio.de; Eyejusters)

Kategorie: Erfindung
Stadt: Hannover
Schlagwörter: Brille, Flüssigkristall, Optik

Updates

Update vom 19.12.2012

Das Projekt ist Teil dieses Wettbewerbs: "Unsere Technologie-Ideen für 2013". Hier kannst du deine Stimme abgeben: http://www.startnext.de/pages/tr

Worum geht es in diesem Projekt?

Tausend Euro sind für zwei neue Brillengläser nicht unüblich. Dabei handelt es sich zugegeben um wahre S-Klasse-Gläser mit hochbrechendem Kunststoff, Gleitsicht mit großem Sichtfeld und einer Nano-Beschichtung gegen Schmutz und Wasser. Aber muss man das wirklich alle paar Jahre wieder neu kaufen, nur weil langsam die Altersweitsichtigkeit einsetzt? Wenn Google Brillen mit eingebauten hochauflösenden Displays bauen kann, die virtuelle und reale Welt verschmelzen lassen, warum arbeiten Brillen für Kurz- und Weitsichtige dann immer noch mit einer Technologie aus dem 16. Jahrhundert? Nötig wäre eine dünne und leichte Brille, deren Stärke sich jederzeit nach- justieren lässt.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Brillen mit verstellbarer Stärke gibt es zwar bereits seit einigen Jahren. Sie arbeiten mit festen und flüssigen Linsen, deren Brechkraft der Benutzer über einen Bügel verstellen kann. Diese Lösung funktioniert zwar – sie wird unter anderem in Afrika eingesetzt –, ist aber recht klobig. Weit praktikabler und vor allem eleganter wäre die Hightech-Variante davon: Flüssigkristall-Displays, die extrem dünn, völlig flach und leicht sind.

Die optischen Eigenschaften dieser Brillengläser werden durch für das Auge unsichtbare Beugungsmuster auf den Flüssigkristall-Schirmen erzeugt. Solche Fresnel-Linsen lenken das Licht genauso gut wie Glas. Die Hightech-Linsen haben den Vorteil, dass man beispielsweise einen Lesebereich in der Brille beliebig ein- oder ausschalten kann, theoretisch könnte man damit auch weiter entfernte Gegenstände heranzoomen. Allerdings brauchen die Hightech-Gläser eine eigene Stromversorgung. Die Zielgruppe wären technikbegeisterte Menschen, die mit den Grenzen ihrer heutigen Brillengläser unzufrieden sind.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Die Idee der nachjustierbare Brille keineswegs eine reine Vision. Das US-Unternehmen PixelOptics hat 2011 auf der Elektronikmesse CES Prototypen einer „emPower“ genannten Brille gezeigt, die nach diesem Prinzip arbeitet. Das gute Stück soll rund 1200 Dollar kosten – ist allerdings noch nicht auf dem Markt.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Ihr legt euer Geld rein virtuell an. Das Projekt wird nicht realisiert. Die Höhe der Summe, die eine Idee auf sich vereint, dient als Gradmesser dafür, wie gut die Crowdfunding-Community diese Idee findet.

Wer steht hinter dem Projekt?

Der Contest ist eine Kooperation des Innovationsmagazin Technology Review mit Startnext. Technology Review ist die deutsche Lizenzausgabe des gleichnamigen Magazins vom Massachusetts Institute of Technology MIT.

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