Alles ist möglich – Mein Hirn brennt Katja Pfuetzner

Projekte
Alles ist möglich – Mein Hirn brennt

Mein Name ist Heide Pfützner. Ich war immer künstlerisch tätig und male seit vielen Jahren. Seitdem ich 2007 die Diagnose ALS erhielt, hat sich mein Leben grundlegend verändert. Ich bin vollständig gelähmt und 24h beatmet, und kann mich nur über Augenkontakt und den Sprachcomputer verständigen. Seit Jan 2012 male ich wieder. Mit Haube, Gammabox und 2 Monitoren schaffe ich meine digitalen Brainpaintings. Ein langersehnter Traum ist es, auf Easdale in Schottland diese zum ersten Mal auszustellen.

Kategorie: Kunst
Stadt: Oban
Finanzierungszeitraum: 14.05.2013, 14:26 Uhr bis 30.06.2013, 23:59 Uhr

Updates

Update vom 10.07.2013

Only 2 days to go until the preview and opening of the exhibition! We're busy with cleaning and preparing the frames and getting the artworks organized. The press was already here. We'll keep you posted, see blog later on for photos!

Nur noch 2 Tage bis zur Eröffnung der Ausstellung! Wir sind mit Rahmung, Hängen und Vorbereitungen gut beschäftigt! Die Presse war auch schon da. Wir halten Euch auf dem laufenden, Photos posten wir im Blog!

Update vom 28.06.2013

We've got only 2 days left in our project and have reached our target and you're still supporting us, today we are at 111%. Family, friends, fans and supporter -you are just phantastic! We are all deep in preparation for the trip and exhibition as you can see from the many blog entries. To keep it short and sweet: THANK YOU :-)

Update vom 28.06.2013

Wir haben nur noch 2 Tage Projektzeit und haben unser Ziel schon erreicht und es geht ja immer noch weiter, heute waren wir bei 111% . Familie, Freunde, Fans und Supporter - ihr seid einfach phantastisch ! Wir sind alle kräftig bei der Vorbereitung der Reise und Ausstellung, wie ihr ja aus unseren zahlreichen Blog updates entnehmen könnt. Daher erstmal nur kurz: DANKESCHÖN :-)

Worum geht es in diesem Projekt?

Da ich Zeit meines Lebens ein sehr aktiver Mensch mit einem großen sozialen Netzwerk gewesen bin, war diese Krankheit nicht nur ein kompletter Einschnitt in mein Leben, sondern stellte auch eine persönliche Katastrophe dar.
3 von 100.000 Menschen erkranken pro Jahr neu an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Durch Lähmung der Muskulatur kommt es zu Gang-, Sprech- und Schluckstörungen, eingeschränkter Koordination und im Endstadium zur völligen Unbeweglichkeit des Körpers. ALS ist nicht heilbar. Statistisch beträgt die Überlebenszeit eines ALS-Patienten nach Diagnosestellung 3 Jahre.
Da ich mich für die künstliche Beatmung entschieden habe, kann ich mein Leben fortsetzen. Mit Technik hatte ich früher nie was am Hut, Computer lehnte ich sowieso ab. Jetzt sind für mich VS Ultra (Beatmungsgerät), EEG Kappe, Hirnströme und BCI selbstverständlich.
BCI (Brain Computer Interface) ist die bahnbrechende Technologie, die mir ermöglicht mit meinen Gedanken, Kunst zu schaffen. Mir ist es ein Bedürfnis, mich weiterhin mitzuteilen und damit an mein altes Leben anzuknüpfen.
Brainpainting ist Malen mit Hilfe der Hirnaktivität und einem speziellen Computerprogramm.
Leinwand, Pinsel und Palette sind digital. Konzentration und Gedanken schaffen expressive Bilder.
Das Ausstellungsprojekt bietet mir erstmalig die Möglichkeit, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass eine Krankheit wie ALS nicht das Ende des Lebens bedeutet.
Vor meiner Krankheit führten mich meine Reisen oft an die Westküste Schottlands. Die kleine Insel Easdale in der Nähe von Oban ist für mich Ort der besonderen Erfahrungen, da sie einen unverbrauchten Charakter hat. Easdale Island mit seiner Community Hall bietet seit einigen Jahren einem wachsenden Publikum Kunst in ungewöhnlicher Umgebung. Für mich stellt eine Ausstellung in diesem Rahmen die Fusion von Krankenbett und global village dar.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Die Ausstellung in der Galerie soll im Juli dieses Jahres stattfinden. Zum ersten Mal werden dann meine Bilder in Schottland gezeigt.
Die Organisation dieser Ausstellung ist mit einem großen logistischen Aufwand verbunden.
Einem breitem Publikum werden nicht nur die Möglichkeiten der Technik und neue Kunstformen präsentiert, sondern auch eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Projekte wie das geplante geben behinderten Künstlern nicht nur ihre Würde zurück, sondern auch die Chance ihre Kreativität auf neuen Gebieten auszuleben. Das ist nur umsetzbar durch den Einsatz modernster Technik und die Unterstützung vieler Menschen.
Die wenigsten wissen was ALS bedeutet und die Forschung steckt in den Anfängen. Berührungsängste und Unwissenheit in der Bevölkerung führen oft zur Vereinsamung der ALS Patienten. Wir wollen diesen Kreis durchbrechen.
Mein Projekt ist ein Appell an alle Betroffenen, Angehörige und nicht zuletzt an die Medizin, uns nicht aufzugeben. Ich sehe es so: Brainpainting kann nur der Anfang sein.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird für den Druck und die Rahmung der Werke genutzt, ebenso für Poster und Merchandising. Natürlich sind wir aufgrund der Krankheit auf Dinge angewiesen, die außerhalb eines normalen Budgets liegen. Angefangen bei der Anreise und Unterbringung unseres Schwesternteams, dem Spezialtransport vom Flughafen Glasgow nach Easdale Island und wieder zurück, und den vielen Geräten bis hin zu einem Generator, der bei einem Stromausfall lebensnotwendig ist.
Sollte die Summe der Supporter diese Kosten übersteigen, wird der Überschuss nach Rücksprache für weitere Ausstellungsprojekte in Leipzig genutzt.
Das Team sammelte schon im vergangenen Jahr Geld, das jedoch noch nicht ausreicht. Daher benötigen wir noch Ihre Unterstützung!
An dieser Stelle möchten wir auch unsere anderen Unterstützer nennen, ohne die dieses Projekt nicht zu realisieren wäre:
• Zuerst unser Schwesternteam von GIP (Gesellschaft für medizinische Intensivpflege mbH), die uns nicht nur auf der Reise begleiten, sondern auch zu Hause unentbehrlich für die künstlerischen Aktivitäten sind.
• Guger Technologies, die uns das Equipment zur Verfügung stellen;
• Seafari Adventures, die uns mit einem Spezialboot kostenlos auf die Insel bringen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Die Künstlerin und ihre Familie, Easdale Island Community Hall und Community, Wissenschaftler der Universität Würzburg insbesondere Elisa Holz, Loic Botrel und Professor Andrea Kübler, Guger Technologies aus Graz, Ghalia Asaid, Christiane Wolf, Familie Scharnholz, Kerstin Breuer.

Wir sind für eure Unterstützung wirklich dankbar. Denn sie hilft uns, dieses wunderbare und einmalige Projekt zu realisieren.

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