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Temporäre Hafenbar Golden City Frauke Wilhelm

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Temporäre Hafenbar Golden City

Das Golden City ist: • Ein Crossover-Projekt, in dem sich Musik, Theater, Performance und moderne Talk-/Showveranstaltungen abwechseln; • Eine aus Altbauteilen errichtete temporäre Bar, die sich mit kultigen Showprogrammen und Geschichte(n) vom alten Hafen und der neuen Überseestadt in den Stadtdialog einmischt; • Ein von Freiberuflern geführter Kulturbetrieb; • 2013 erstmalig für drei Monate eröffnet worden.

What is this project all about?

Golden City , so der Name eines legendären Clubs, der von 1947 bis 1975 in Bremens Arbeiterstadtteil Walle für wilde Parties sorgte, war bei den Seeleuten in der ganzen Welt bekannt. Und das Golden City war nur eine von vielen Hafenlokalen an der legendären Waller „Küste“. Zur der Zeit, als die Schiffe aus aller Herren Länder noch in Dreierreihen am Kai des Überseehafens lagen und die Seeleute nach langer Zeit an Bord ihren Landgang nutzten um die Heuer zu verjubeln, war Walle im Ausnahmezustand. Wer plietsch war, konnte ordentlich Geld verdienen und sich im kriegszerstörten Stadtteil etwas aufbauen. Heute ist der Hafen zugeschüttet, schicke Wohnhäuser und Bürolofts entstehen auf den so entstandenen 300 Hektar Stadtentwicklungsgebiet. Neben alten Hafenbetrieben am verbliebenen Holz- und Fabrikenhafen halten Kreativwirtschaft und Internetbranche Einzug. Das Leben am Wasser ist modern und dieses Potenzial soll belebt werden. Aber wo sind eigentlich die Menschen? Wo bleibt da die Mischung der Milieus? Die Überseestadt ist schick und glatt poliert sagen manche, kein Platz für uns.

Die „Landnahme“ im Goldgräberrevier bringt Identität, Lebendigkeit und Sexappeal aus der Hafengeschichte für den neuen Stadtteil. Die Golden City Gang, Wirtin Ramona Ariola (Frauke Wilhelm), Kleinunternehmer und Schnapshändler Ramon Locker (Nomena Struß), Musiker und Kiezlegende Egon Rammé (spielte WIRKLICH schon 1952-54 in der Bambusbar), Zuhälter und Schmuggelspezialist Eddie (Ulf Albrecht), die schwäbische Küchenpsychologin und neue Streetworkerin der Überseestadt Rosi Fröschle (Sarah Harjes-Fritzsche) sowie die mit allen Wassern gewaschenen Projektentwickler Herr Schmidtke und Herr Teich (das Theatre du Pain mit Mateng Pollkläsener und Hans König) holten sich im letzten Jahr ein Stück vom Kuchen des neuen Goldgräberreviers. Die temporäre Hafenbar „Golden City“ öffnete vom 15. Juni bis 15. September 2013 direkt am Kopf des Europahafens. Über 90 Tage mit 50-60 kleinen und größeren Veranstaltungen wechselten sich Shows der „Golden-City-Gang“ in der bewährten Mischung aus Musik, Talk auf dem Tresen, Film und ordentlich Theater ab mit Erzählcafé, Diskussion, Hafenrundfahrt, Vortrag, Lesung, Ausstellung und vielen weiteren amüsanten und unterhaltenden Kooperationsveranstaltungen. Die besondere Atmosphäre und das pikfeine Programm sprachen sich herum und sorgten für einen stetig wachsenden Publikumszulauf aus ganz Bremen und umzu. Investor und Malocher, Stadtentwicklerin und Hausfrau kamen zusammen, genossen Theater und Shows, sangen und diskutierten bei Frikadelle und Bier und prägten einen starken neuen Ort für Bremen. Die vielen Bilder und Berichte in den Medien haben der Überseestadt ein neue, bisher vermisste Farbe verschafft

Viele Kooperationspartner nutzen die Möglichkeit, ihre Anliegen (Stadthistorie, Stadtentwicklung, Recycling, Upcycling, Natur- und Umweltschutz, soziale Themen) in der vom Golden City-Team entwickelten besonderen Verbindung Informationen und kulturellem Unterhaltungsprogramm an den mann und an die Frau zu bringen.

Diese Crowdfunding-Aktion soll dazu beitragen, das Golden City eine weitere Saison betreiben und all diese und noch mehr Veranstaltungen von Mai bis September 2014 durchführen zu können.

What is the project goal and who is the project for?

Das Golden-City-Publikum kommt aus der ganzen Stadt und umzu. Der Großteil ist vornehmlich zwischen 30 und 70 Jahren alt und sehr interessiert an den durch das Golden City Projekt inszenierten Geschichten und Liedern vom Hafen- und Malochermilieu und vom Wirtschaftswunder der kleinen Leute.

Ziel des Golden City ist es die alten Geschichten vom Aufbruch des Stadtteils nach dem Krieg mit Geschichten vom heutigen Aufbruch in der Überseestadt zu verknüpfen und sich am aktuellen Kultur- und Stadtentwicklungsdiskurs zu beteiligen. In der Bar am Hafenkopf wurde für viele wirklich erlebbar: „Die Überseestadt ist ein Teil von Walle“. Die verschiedenen Showformate setzen die alten Geschichten vom Waller und Bremer Aufbruch in den 50er und 60er Jahren mit den neuen Geschichten der Überseestadt in Beziehung fördern so gegenseitiges Verständnis der Bewohner und Akteure.

Der Bremer Künstler Tom Gefken: „Egal, woher jemand kommt, ob er Kohle hat oder nicht, ob er Künstler, Büromensch oder alter Hafenarbeiter ist – hier sind alle ins Gespräch gekommen. Dieser Ort öffnet die Herzen und die Köpfe.“

„Das hier ist wie ein Versöhnung“, sagte uns ein alter Seemann.

Why should you support this project?

Das Golden City Projekt ist eine informativer und zugleich unterhaltender Beitrag für einen Stadtentwicklungsprozess, der es schafft die unterschiedlichsten Menschen daran zu beteiligen: vom ehemaligen Hafenarbeiter, über Künstler, der Hausfrau aus Walle bis hin zur Mitarbeiterin der Kreativwirtschaft. Golden City zeigt: die Überseestadt ist groß, lasst uns was ausprobieren!

Die dreimonatige Bespielung 2013 war ein voller Erfolg. Auch und besonders, weil ganz viele Menschen sich an der Realisierung beteiligt haben: Behörden suchten Genehmigungs-Lösungen für den Bau und fanden viele kleine und größere Finanzierungsmöglichkeiten, Sponsoren und Kooperationspartner beteiligten sich mit Geld und Mitarbeit, das Team legte sich voll ins Zeug und das Publikum strömte in Massen herbei. Auch dieses Jahr ist die Finanzierung des Projekts wieder so ein Kunststück. Denn auch mit Eintrittsgeldern bei ausverkauftem Haus, Sponsorenunterstützung und Geld aus Bremens klammen Kassen lassen sich die Kosten für umfangreichen Aufbauarbeiten, die Entwicklung von kulturellem und engagiertem Programm und die professionelle Organisation des Betriebs nur schwer einspielen. Denn das Golden-City-Team hat keinerlei institutionelle Förderung. Alle arbeiten auf Risiko. Darum wollen wir das Publikum als Unterstützer gewinnen!

Ramonas Aufruf an alle die das Golden City auch in diesem Jahr wieder haben wollen: Spendet (wenig, viel) ganz viel!

How will we use the money if the project is successfully funded? 

• Golden City beginnt einen Monat früher als letztes Jahr, es wird insgesamt vier statt drei Monate stattfinden, vom 18. Mai bis 15. September 2014. Das bedeutet dass es mehr Veranstaltungen geben wird, bei denen die Akteure finanziert werden müssen. Außerdem erhöhen sich die laufenden Kosten für den Barbetrieb, schließlich soll die Bar täglich geöffnet sein.

• Ramon stellt seine eigene Schnapslinie her, einen ordentlichen Klaren (135%!) Schon letztes Jahr ein großes Highlight im Golden City, wird der hauseigene Schnaps dieses Jahr noch deutlich verbessert.

• Egon Rammé übt jetzt schon für eine Lokalrunde mit Schlagern von Marianne Rosenberg, Lieder ohne Noten für alle zum Mitsingen! Es gibt also mehr Programm bei der Lokalrunde aber auch die anderen Shows und Veranstaltungen können mit eurem Geld gebucht werden und die Golden City Gang kann neue Programminhalte einstudieren.

• Ramona wünscht sich eine Sonnen- und Regenmarkise für den Bereich zwischen Bar und Wasser, damit wir nicht wegbrutzeln oder davonschwimmen. Wenn wir die Seite der Bar zum Wasser öffnen, können wir viel mehr als 120 Gästen Platz bieten. Damit die Veranstaltungen mit vielen Menschen auch bei Sonne oder leichtem Mieselregen stattfinden können, bräuchten wir eine leichte Überdachung, die nicht wegweht. Wenn Ihr ganz viel spendet, schaffen wir auch das!

Who are the people behind the project?

Die Künstlerin Frauke Wilhelm ist in Bremen dafür bekannt, Themen der Stadtgeschichte und -Entwicklung sowie wissenschaftliche Fragestellungen für ein Publikum aus allen Winkeln der Gesellschaft interessant und unterhaltend auf die Bühne zu bringen. Mit den "Golden City"-Projekten erzählt sie als Kunstfigur "Ramona Ariola" zusammen mit Schauspielern, Musikern und vielen Kooperationspartnern die Bremer Hafen-Geschichte in verschiedenen Formaten neu. Ihr besonderer Mix aus Talk, Film, Musik, Performance, Rauminstallation und Publikumsbeteiligung macht eine intensive Verknüpfung mit städtischen Interessen aus Stadtentwicklung, Standortmarketing und Tourismus möglich. Für das innovative Konzept und die Realisierung der Hafenrundfahrt "Golden-City unterwegs" bekam sie den "Best Collaboration Award" (3. Platz) der europäischen "Creative City Challenge"!

Mit zur Golden City Gang gehören: Wirtin Ramona Ariola (Frauke Wilhelm), Kleinunternehmer und Schnapshändler Ramon Locker (Nomena Struß), Musiker und Kiezlegende Egon Rammé (spielte WIRKLICH schon 1952-54 in der Bambusbar), Zuhälter und Schmuggelspezialist Eddy (Ulf Albrecht), die schwäbische Küchenpsychologin und neue Streetworkerin der Überseestadt Rosi Fröschle (Sarah Harjes-Fritzsche) sowie die mit allen Wassern gewaschenen Projektentwickler Herr Schmidtke und Herr Teich (das Theatre du Pain mit Mateng Pollkläsener und Hans König) und die beiden weiteren Ariolas - Billy Boy (Martin Kruzig) und Fernando de Ariola (Fred Drobnjak).

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