Das Projekt ist Teil dieses Wettbewerbs: "Unsere Technologie-Ideen für 2013". Hier kannst du deine Stimme abgeben: http://www.startnext.de/pages/tr
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Worum geht es in diesem Projekt?
Wüstensand zwischen den Fingern spüren, weil man bei Wikipedia „Sahara“ angeklickt hat. Auf einer Website Stoffe und Leder erfühlen. Die Lieben beim Telefonieren auch berühren können. Das klingt wie ein Traum, ist aber möglich.
Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?
Um Texturen zu simulieren, setzen Forscher auf eine Technologie, die bereits in den fünfziger Jahren für berührungsempfindliche Bildschirme vorgeschlagen wurde: Elektrovibration. Damals verschwanden die Pläne in den Schubladen, weil die Technik nicht weit genug entwickelt war. Nun feiert der sogenannte Feel Screen eine Wiedergeburt – dank einer Elektronik, die das Gefühl im Finger erzeugt.
Dazu wird eine sehr niedrige elektrische Ladung an eine isolierte Elektrode abgegeben, wodurch eine Anziehungskraft auf den Finger des Benutzers ausgeübt wird. Unterschiedliche elektrische Spannungsfelder auf dem Monitor lassen im Finger die Sinnestäuschung entstehen, es handelte sich um eine Struktur, etwa die von Fels oder Seide. Auch Gewicht kann vorgegaukelt werden. Schon in zwei Jahren wollen einige Hersteller, etwa die finnische Firma Senseg oder Disney Research, das Gefühl von Erhebungen vermitteln.
„Die Idee ist, dass alles auf dem Bildschirm eine taktile Rückmeldung gibt“, sagt Nokia-Entwickler Piers Andrew, der sogar von einer taktilen Übertragung träumt. In diese Richtung zielt das „knuddelbare“ Telefon, das noch 2013 auf den Markt kommen soll. Es macht ein ganz neues Streichelerlebnis möglich – mit verschiedenen Vibrationsmustern, die auf einer drei- dimensionalen Glasoberfläche empfangen werden. Pressages tauften Forscher diese neue Form der Kommunikation.
Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?
„Haptische Touchscreens eröffnen ganz neue Anwendungsbereiche“, schwärmt Stefan Wölwer, Professor für Interaction Design an der Hochschule in Hildesheim. „Das Spektrum reicht von Displays für Museen und Ausstellungen bis hin zu Keyboards für Sehbehinderte.“
Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?
Ihr legt euer Geld rein virtuell an. Das Projekt wird nicht realisiert. Die Höhe der Summe, die eine Idee auf sich vereint, dient als Gradmesser dafür, wie gut die Crowdfunding-Community diese Idee findet.
Wer steht hinter dem Projekt?
Der Contest ist eine Kooperation des Innovationsmagazin Technology Review mit Startnext. Technology Review ist die deutsche Lizenzausgabe des gleichnamigen Magazins vom Massachusetts Institute of Technology MIT.

