Worum geht es in diesem Projekt?
Die interaktive Rauminstallation „nichts bleibt, baby“ ist ein Sprachraum, ein begehbares Gedicht, das erst durch die Anwesenheit und Beteiligung des Besuchers entsteht. Das Gedicht setzt sich mit Fragen der Raumwahrnehmung und des Prozesses der Textproduktion auf metaphorischer Ebene auseinander.
Technische und ästhetische Umsetzung
Der Installationsraum stellt einen abstrahierten Wohnraum dar. Auf den weißen Wänden und dem weißen Boden sind lediglich die Umrisse von Einrichtungsgegenständen eingezeichnet. Vereinzelt hängen (Kommunikations-)Gegenstände wie ein Fernseher oder Telefon im Raum, mit denen interagiert werden kann. Spezielle Video-Tracking-Kameras erfassen – ähnlich wie bei den neuesten Computerspielkonsolen – sowohl die Position als auch die Körperbewegungen der Besucher. Mit Betreten der Installation aktiviert der Besucher die Wiedergabe des Gedichtes als Audiodatei. Durch seine Bewegungen im Raum verändert der Besucher den Satzbau und somit auch den Sinn des Textes. Sobald der Besucher die Umrisse der Einrichtungsgegenstände erreicht, werden ergänzende Verse und Geräusche abgespielt, die thematisch mit dem jeweiligen Gegenstand zusammenhängen. Jeder Gegenstand erzählt so seine eigene Geschichte im Gesamtzusammenhang des Raums.
Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?
Wir fragen uns:
Wie könnten moderne Formen und Formate der Literaturvermittlung aussehen?
Welche Möglichkeiten bieten innovative Technologien, Sprache räumlich erfahrbar zu machen?
Wir untersuchen die Schnittstellen zwischen Literatur und Technik, Rezeption und Aktion.
Wir versuchen uns an einer neuen Poetik der Textproduktion.
Für Menschen,
die Literatur über sich hinaus wachsen sehen wollen,
die Lyrik als raumgreifende Erfahrung erleben möchten,
die auf der Suche nach innovativen Ansätzen sind.
Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?
Die Installation "nichts bleibt, baby" wird erstmalig beim diesjährigen PROSANOVA, dem größten Festival für junge, deutschsprachige Gegenwartsliteratur, zu begehen sein.
Sowohl das Festival, als auch die Installation sind non-kommerzielle Kunst- und Kulturprojekte, die in Eigenregie von Studierenden konzipiert und realisiert werden. PROSANOVA wird seit 2005 alle drei Jahre von der Literaturzeitschrift BELLA triste veranstaltet.
Für Unterstützung bedanken wir uns mit Freikarten und Deluxe-Paketen für das PROSANOVA Festival, das vom 26. bis 29. Mai 2011 zum dritten Mal in Hildesheim stattfindet. Text, Tanz und Gespräch - an vier Festivaltagen und in mehr als 30 Veranstaltungen feiert die jüngste Autorengeneration Literatur als Ereignis.
Einige Highlights aus dem Programm:
Die Autorin Mara Genschel und die Autoren Michael Stauffer und Robert Wenrich verwirklichen ihre Vision der perfekten Lesung in den PROSANOVA-Hauptveranstaltungen. Ausgehend vom literarischen Text entstehen im Austausch mit anderen Künsten und Medien Ereignisse, die den Rahmen des Erwartbaren nachhaltig sprengen.
Musikalische Perlen gibt es jeden Abend vor den Partys zu entdecken. Diesmal mit dabei:
Hans Unstern (Freitag, 23.30 Uhr)
www.hansunstern.net
Testsieger (Samstag, 23.30 Uhr)
www.myspace.com/testsieger
Alin Coen (Sonntag, 21.30 Uhr)
www.alincoen.com
Weitere Infos zum Literaturfestival PROSANOVA 2011: www.prosanova.net
Literaturzeitschrift BELLA triste: www.bellatriste.de
Für Sponsoren, die uns großzügig unterstützen möchten,
arbeiten wir gerne individuelle Angebote aus: renate.baricz[at]prosanova.net
Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?
Wir werden dieses Projekt Ende Mai in jedem Fall auf dem PROSANOVA Festival als Beta-Version vorstellen. Ein perfekt geeigneter, freistehender (Lager)Raum (45 m²) ist bereits im Herzen des Festivalgeländes reserviert, professionelle und engagierte Menschen stehen nach der Konzeptionsphase in den Startlöchern. Die akquirierten Fördermittel decken Materialkosten und einen Teil der Technik. Die Grundvorraussetzungen sind soweit geschaffen. Wir hoffen, mit eurer Unterstützung, der Idee hinter diesem ambitionierten Projekt wirklich gerecht werden zu können.
Auch sind wir der Meinung, dass vor allen Dingen Arbeitskraft wertvoll ist und dementsprechend vergütet werden sollte. Die Software-Programmierer, die wir mit der technischen Beratung und Umsetzung betraut haben, sind mit Leidenschaft und Engagement bei der Sache und wollen unser Konzept bestmöglich realisieren. Je mehr wir sie finanziell entlasten, umso mehr können sie sich von ihrer regulären Erwerbstätigkeit freimachen und sich dem künstlerischen Projekt widmen. Die Überzeugungskraft dieser Installation hängt nicht zuletzt auch von einer gelungenen technischen Ausarbeitung ab.
Wer steht hinter dem Projekt?
IVANA ROHR
Idee, Konzeption, künstlerische Umsetzung, Fundraising
[studiert Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus]
RENATE BARICZ
Social Web Marketing und Kommunikation, Fundraising, Produktionsleitung
[studiert Kulturwissenschaften & Ästhetische Kommunikation]
RUTAN Studio for Design
Programmierung, technische Umsetzung und Beratung
http://www.rutan.de/