Startnext Blog
Gemeinsam stark für Nachwuchsfilmemacher
Unternehmen + Kulturengagement + Crowdfunding = unternehmerisches Kulturengagement 2.0
Tue Gutes und rede darüber! Dieses Sprichwort umschreibt ganz gut das Prinzip von Corporate Social Responsibility, also der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Wirtschaftsunternehmen sowie - ganz wichtig - deren Kommunikation. Speziell bei der Förderung von Kunst und Kultur hat sich in den letzten Jahren ein ganz eigener Ansatz entwickelt: Corporate Cultural Responsibility (CCR). Bereits zum dritten Mail veranstaltet der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI am 16.September 2011 das CCR Symposium in Berlin. Besonderer Fokus in diesem Jahr: Social Media und unternehmerisches Kulturengagement.
Auch Startnext ist als Gast auf der Veranstaltung anzutreffen. Schließlich sind wir Experten in Sachen Social Media Kommunikation und Marketing, wenn es um Kunst und Kultur geht. Beim Crowdfunding nutzen Künstler und Kreative intensiv Social Media, um ihre Projekte zu realisieren. Dabei können Unternehmen aktiv eingebunden werden. Ein Kulturengagement 2.0 entsteht.
Finanzierung für Musiker – Crowdfunding als notwendiges Instrument?
Auf dem dritten Future Music Camp in der Popakademie Mannheim stand das Digital Music Business im Vordergrund. Diskutiert wurden Social Media Kommunikationsstrategien und -Instrumente sowie die Wertigkeit digitalen Contents und die damit verbundenen Bezahlmodelle bzw. viel besser ausgedrückt die Refinanzierungsmodelle für Musiker. In den beiden Vorstellungsrunden vor den Sessions wurde deutlich, dass sich hier das "Who's Who" der Musikwirtschaft getroffen hat: Labels, Bandmanager, Musiker, Plattformbetreiber, Vermarkter und Musikstudenten. Bis auf SONY habe ich hier aber vor allem die großen Majors vermisst. Das Umdenken von der „economy of atoms“ zur „economy of bits“ ist in der Musik auch heute noch ein massiv zu diskutierendes Thema.
In diesem Artikel möchte ich die diskutierten Finanzierungsmöglichkeiten für Musiker zusammenfassen, auf Schwierigkeiten der Branche eingehen und die Potenziale von Crowdfunding für Musiker vorstellen sowie die ersten fünf Crowdfunding Best Cases im Musikbereich auf startnext.
Woher kommen kreative Ideen? Startnext auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland
Der Fachkongress Medientreffpunkt Mitteldeutschland versammelt in Leipzig jedes Jahr auf's Neue bis zu 250 Experten, von Ministerpräsidenten bis zu Intendanten der ARD-Anstalten, um aktuelle Themen in den Bereichen Print, TV, Online und Hörfunk zu diskutieren. Auch Startnext durfte dieses Jahr dabei sein! "Welche kreativen Ideen gewinnen an Aufmerksamkeit und wie enstehen damit neue Märkte?" Über diese Frage diskutierten fünf Unternehmer auf dem Medientreffpunkt Anfang Mai: Mit dabei waren Kinowelt-Gründer Michael Kölmel, Bernd Schuhmacher von der TV-Produktionsfirma 99pro media, Manfred Schmidt von der Mitteldeutschen Medienförderung, Claudius Niesen vom Deutschen Literaturinstitut Leipzig und von der Startnext-Crew Tino Kreßner (sh. Foto r.).
IRON SKY Crowdfunding Kampagne auf startnext.de
Mit 7,5 Mio. Euro ist die internationale Spielfilmproduktion IRON SKY das größte Crowdfunding Projekt weltweit. Das Ziel ist es Filmfans in diese einzigartige Spielfilmproduktion zu involvieren. Die Nazis sind zurück! Das Drehbuch erzählt die Geschichte, wie 1945 die Nazis zum Mond geflüchtet sind und 2018 zurück kommen werden. Schon die Idee zu diese rabenschwarzen Komödie ist in der Community auf wreckamovie.com entstanden. 1,2 Mio. Euro sollen mit Hilfe der Internetuser finanziert werden. 6,3 Mio € konnte das Filmteam bereits durch klassische Filmförderung und -finanzierung mitbringen. Seit dem Start der Kampagne wurden bereits über 400.000 € durch die Community weltweit finanziert.
Mit der Unterstützung von den neun größten Crowdfunding Plattformen weltweit, wird die Bekanntheit dieser Kampagne jetzt weltweit vergrößert. Alle deutschen Filmfans können IRON SKY ab sofort auf startnext.de unterstützen. Können wir die Nazis aufhalten? Hilf' mit diesen Film Wirklichkeit werden zu lassen!
Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt fordert kreative Kulturförderung
In seiner wöchentlichen Videobotschaft vom 05.03.2011 forderte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, eine kreative Kuturförderung und ein grundsätzliches Umdenken bei der langfristigen Kulturfinanzierung. Dabei sieht Böhmer nicht nur die Politik in der Pflicht sich über die gesicherte Förderung von Kultur Gedanken zu machen. Vor allem die Theater- und Musikszene müsse nach seiner Ansicht stärker für volle Häuser werben. Eine Ansicht die wir teilen und im Crowdfunding viele Anknüpfungspunkte sehen.
Zur Spendenkultur in Deutschland und wie diese durch Crowdfunding verändert werden kann
Die deutsche Kulturlandschaft ist stark an die
Förderung durch die öffentliche Hand gebunden. Derzeit übernimmt der
Staat 90% aller Kulturausgaben, was rund 8 Mrd. Euro beträgt. Die
restlichen 10 % in Höhe von 600 Millionen werden durch private
Investoren geleistet - davon sind 400 Millionen Sponsorings, 50
Millionen Spenden und 150 Millionen kommen über Stiftungen.
Auf diesen Status Quo können wir in Deutschland sicher stolz sein. Aber
es gibt zwei dynamische Bewegungen, auf die wir mit der Plattform
www.startnext.de eingehen möchten: Zum einen verringern sich, laut der
Kulturstiftung der Länder, die Kulturausgaben des Landes jährlich um 220
Millionen Euro. Und zum anderen findet das Prinzip des von Chris
Anderson formulierten Long-Tails auch im Bereich Kunst und Kultur immer
stärker Anwendung. Die Produktion dieser Projekte wird durch sinkende
Technikkosten immer günstiger und die Möglichkeit, das eigene Projekt
bekannt zu machen, steigt parallel durch den Erfolg der Kommunikations-
und Marketinginstrumente wie Facebook, MySpace und Twitter. Über
Plattformen wie iTunes, flimmit.com oder lulu.com kann der
Projektinitiator auch den Vertrieb bereits vollständig selbst in die
Hand nehmen.
Startnext im Interview mit Carta.info
Mit Robin Meyer-Lucht habe ich auf der Frankfurter Buchmesse über Startnext sprechen können und habe seine Fragen in einem kleinen Video beantwortet.
Den Artikel auf carta.info findet ihr dazu hier. Ich würde mich sehr freuen über eine Beteiligung an der Diskussion auf Carta.info. Es geht grundlegend um die Frage, ob und wie Crowdfunding im deutschsprachigen Bereich am besten funktioniert. In Deutschland stehen wir mit dem Thema im Rahmen einer sehr großen und etablierten Förderlandschaft. Was gilt es hier zu beachten?
Besonders gefreut habe ich mich übrigens, dass es das Video auch auf die Startseite von t3n.de geschafft hat.
Kickstarter in Deutschland - der Unterschied von Startnext zu internationalen Vorbildern
Mit Startnext werden wir vor allem auf die deutsche
Förder- und Vereinslandschaft eingehen. So können externe Finanzierungen
mit auf das Projektbudget gerechnet oder vom noch benötigten
Finanzierungsbedarf abgezogen werden. Vereine können einen Nachweis über
ihre Gemeinnützigkeit bei uns hinterlegen und bekommen dann eine
Funktion für das Sammeln von Spenden freigeschaltet, die unabhängig vom
Erfolg der Projektfinanzierung direkt an den Verein durchgereicht
werden.
Im Bereich Geldtransfer konnten wir durch unsere Kooperation mit der
Fidor Bank weitere weltweite Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten. So
gibt es bei allen Transaktionen auf der Plattform keinerlei
Transaktionskosten. Alle Unterstützer bekommen bei Anmeldung 5 € und zum
Launch der Plattform 15 € geschenkt, die direkt in Projekte investiert
werden können. Bei startnext.de wird es zudem ergänzende
Finanzierungsdienstleistungen geben. So können sich die
Projektinitiatoren von Unterstützern Geld leihen oder Mikrokredite
beantragen. Ein eventuell eingezahlter Eigenanteil des Projektinitiators
geht direkt ohne jeglichen Abzug von Kosten durch das System.
Um die Qualität der Projekte zu erhöhen, gibt es einen
Startbutton, der auch auf andere Plattformen eingebaut werden kann. Die
Aufgabe ist es zunächst 100 Unterstützer zu finden, die das Projekt
symbolisch mit jeweils 1€ unterstützen, um das Projekt auf startnext
freizuschalten. Dies hilft vor allem Startern, ihr Projektvorhaben zu testen und evtl. noch Feedback einfließen zu lassen. Sind die 100 Unterstützer gefunden, wird die Finanzierung automatisch freigeschaltet. Wenn dies nach einem Monat nicht der Fall ist, kann das Projekt nochmal bearbeitet werden. Dieser Button wird erst ab November eingeführt. Neue Projekte im Oktober können gleich durchstarten.
Startnext richtet sich in einem zweiten Schritt mit Premiumfunktionen an Unternehmen, die ihr Kultursponsoring und CSR Marketing abbilden möchten.
Mit unserer Toolbar haben Unterstützer ihre Projekte stets im Überblick. Übersichtlich werden hier die eigenen Projekte, unterstützte und beobachtete Projekte aufgelistet.
Bis zum Jahreswechsel und dann darüber hinaus haben wir eine Reihe weiterer Funktionen geplant, die Startnext von anderen Plattformen abheben wird. Über Ideen und auch Bedürfnisse freuen wir uns jederzeit.
Startnext startet auf der stARTconference in Phase 1
Pünktlich zu unserer Präsentation auf der stARTconference in Duisburg geht startnext.de in die Phase 1. Ab dem 10. September, gegen 14.30 Uhr können sich Benutzer auf der Plattform registrieren und Projekte einstellen. Unsere reine Informationsseite wird damit nun funktional und wir verlassen die private Beta-Phase. Noch im September planen wir dann offiziell zu launchen und damit den Schritt in Phase 2. Ab dann stehen die Projekte online und können gemeinsam finanziert werden. Wir haben in den letzten Wochen noch an einigen Überraschungen gearbeitet, die für Projekt-Starter und auch für Supporter jede Menge Vorteile mitbringen.






