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Fundraising mit Crowdfunding? – Impulse für ein Kulturengagement 2.0  

Fundraising, das ist v.a. die Generierung von Finanzierungsmitteln (z.B. klassische Spenden) für Non-Profit-Organisationen aus den unterschiedlichsten Bereichen, von humanitärer Hilfe über Umwelt- und Verbraucherbelange, kirchliche Einrichtungen bis hin zu Bildungs- und Kulturinstitutionen. Und die Frage lautet: Wie motiviere ich die Menschen, für ein bestimmtes Ziel, ein bestimmtes Projekt zu geben? – Das kommt uns doch beim Crowdfunding sehr bekannt vor!

Social Media ist auch im Fundraising längst kein Trend mehr

Der Tenor beim Fundraising Kongress ging einmal mehr in Richtung Social Media Kommunikation und Nutzung von Online-Tools für Fundraising-Aktionen. Blogger Sascha Lobo eröffnete den Kongress mit seiner Keynote zum Thema Online-Engagement zwischen Like-Button und Geld-Spende. Fazit: Internet sollte auch im Fundraising kein neuer Trend, sondern schlichtweg Normalität sein. In ihrem Resümee zur Veranstaltung stellte jedoch auch das Team von sozialmarketing.de fest, dass die Notwendigkeit, sich dem Web 2.0 im Fundraising stärker zuzuwenden, bei vielen Kolleginnen und Kollegen noch nicht ganz angekommen sei.

Wie auch immer, auf dem Kongress gab es zahlreiche Gelegenheiten, sich im Rahmen von Workshops, Vorträgen und s.g. Table Sessions (kleinere Diskussionsrunden am runden Tisch) neuen Input zu holen und sich mit den Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Ich hatte hier die Gelegenheit zum Thema Crowdfunding und Kulturengagement 2.0 zu sprechen und über die Ergebnisse meiner Forschungsarbeit aus dem letzten Jahr zu berichten.

Crowdfunding für ein Kulturengagement 2.0

So freute ich mich auf offene Ohren insbesondere bei Kulturinstitutionen, Bildungseinrichtungen und Stiftungen. Da eben auch Projektinitiatoren von Crowdfunding-Kampagnen die Frage umtreibt, wie sie ihre Kontakte motivieren können, sie finanziell zu unterstützen, liegen die Parallelen zum Fundraising selbst natürlich nahe.
Crowdfunding scheint als Teilfinanzierung bei Kunst- und Kulturprojekten besonders gut zu funktionieren. Hier haben die Unterstützer die Gelegenheit direkt an der Entstehung eines Projektes zu partizipieren, erhalten zudem einzigartige Dankeschöns und haben einfach Spaß daran, kreative Ideen zu begleiten oder gerade auch regionale Projekte zu fördern.

  • Für Kulturinstitutionen bietet sich hier die Chance, sich mehr mit dem Publikum zum vernetzen. Dieses wird mit Crowdfunding gleichzeitig zum Förderer und gemeinsam realisiert man ein Kulturprojekt.
  • Regional gesehen bietet Crowdfunding Potentiale für die lokale Kulturförderung, wie Kooperationen, wie z.B.  Nordstarter in Hamburg, zeigen.
  • Stiftungen und Fördereinrichtungen können Crowdfunding zum Aufbau einer Förderinfrastruktur nutzen. Zum einen sind s.g. Cofunding-Modelle denkbar. Weil die Crowd entscheidet, welche Projekte sie überzeugen, können Förderinstitutionen mit einer gekoppelten Finanzierung auch einen Beitrag zur partizipativen Gesellschaft schaffen.
  • Selbst Hochschulen können mittels Crowdfunding die Infrastruktur für die Finanzierung studentischer Projekte fördern und gleichzeitig Effekte für das eigene Hochschulmarketing nutzen.

Startnext hat dafür die Crowdfunding Pages eingeführt. Hochschulen, Museen, Festivals, aber auch Kommunen sowie Verlage oder Initiativen können damit ganz konkreten Kreativbereichen, Nachwuchskünstlern oder Kulturregionen eine Plattform für eine proaktive Kulturförderung bieten. Zudem sind White Label Lösungen möglich, die noch mehr Freiraum bei der Initiierung eigener Förderinfrastrukturen bieten. Die Plattform Kickstarter bietet bereits seit einiger Zeit die Curated Pages in den USA an, die u.a. von Kunsthochschulen, Städten, Kulturinstitutionen, Publishern und Internetplattformen genutzt werden.

Mit Crowdfunding zum Fundraising

Crowdfunding funktioniert mit und über Social Media. Damit werden auch Effekte für Reputation, Marketing und Kommunikation erzielt – nicht nur für den Projektinitiator selbst, sondern auch für den Förderer. Für Kultur- und Bildungsinstitutionen, Stiftungen und andere Förderinstitutionen bedeutet dies gleichzeitig auch Potenziale für das eigene Fundraising.

Übrigens wird im Rahmen der co:funding Konferenz am 04.05.2012 eine neue Ausgabe des co:funding Handbuchs veröffentlicht. Hier erfährt der Leser u.a. weitere praktische Anwendungsmöglichkeiten von Kulturengagement 2.0.

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27.04.2012

veröffentlicht von
Anja Barth

Kategorie
Finanzierung

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Kommentar(e)

Eine super Sache
Ich denke, dass langfristig die Künstler und Filmagenturen wirklich etwas davon haben und nicht immer die gleichen Leute die große Kohle einstreichen. Das Handbuch über Cofunding kann ich übrigens nur empfehlen: http://www.cofunding.de/Site-Service-Top/Blog/Detail/b/100-Seiten-Crowdfunding-cofunding-Handbuch-378

Tolle Sache !


Sidenstein Filmproduktion


Webseite

am 23.05.2012 | 11:01

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Startnext ist die größte Crowdfunding-Community für kreative Projekte im deutschsprachigen Raum. Filmemacher, Musiker, Journalisten, Designer, Künstler, Erfinder, Gründer und andere Kreative stellen ihre Ideen auf Startnext vor und finanzieren sie mit der direkten Unterstützung von vielen Menschen.

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