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Ein Fazit: Der Crowdfunding-Wettbewerb für Filmemacher von der MDM und Startnext

Der Cofunding-Ansatz

Dieser Crowdfunding-Wettbewerb war sowohl für die MDM als auch für uns ein erster Schritt, um zu lernen, wie Kooperationsmodelle zwischen Crowdfunding und Instrumenten der Kultur- oder Wirtschaftsförderung funktionieren können. Nach diesem Wettbewerb stellen wir uns deshalb natürlich die Frage, welche Effekte ein solcher Crowdfunding-Wettbewerb erzielen kann?

Der Wettbewerb in Zahlen

Innerhalb des Wettbewerbszeitraums (14 Tage) haben 410 Supporter die Kurzfilmprojekte mit insgesamt ca. 5.500€ unterstützt. Die 3 Gewinnerprojekte haben dann insgesamt nochmal 2.000€ als Anschubsfinanzierung direkt in ihr Projekt eingezahlt bekommen.

Die Abrufzahlen der Projekte im Wettbewerbszeitraum liegt insgesamt bei 9.732. Die Contestseite selbst wurde 2.451 mal abgerufen. Somit kamen insgesamt 12.183 Seitenabrufe zustande.

Aufwand und Nutzen aus Sicht der MDM

Nutzen für die MDM:

  • 5.500€ eingesammelte Gelder für Nachwuchsfilmprojekte aus Mitteldeutschland alleine im Wettbewerbszeitraum; alle Projekte laufen noch weiter
  • 12.183 Seitenabrufe, bei denen die MDM mittels Banner oder Kopfgrafik zu sehen war
  • 12 qualifizierte Presse-Erwähnungen

Aufwand/Kosten für die MDM:

  • Tagesworkshop mit Filmemachern zum Thema Crowdfunding
  • Dreh eines Pitch-Videos (wir haben alle Videos an einem Nachmittag gedreht)
  • Preisgeld (hier in Höhe von 2.000€)
  • Pressearbeit (Pressemitteilung, Facebook-Post)
  • Einrichtung Contest-Seite (Design, Template, Inhalte)

Hebelwirkung durch das Preisgeld

Ein Wettbewerb kann für Supporter ein großer Anreiz sein, ein Projekt schon sehr früh zu unterstützen, da man natürlich will, dass das Lieblingsprojekt gewinnt. Ein Preisgeld oder eine zusätzliche Förderung kann deshalb natürlich eine Hebelwirkung haben und Dynamik in die Projekte bringen. Die Hebelwirkung haben wir auch bei diesem Wettbewerb beobachtet, wenn auch noch in einem kleinen Maße. Aus unserer Sicht hängt das damit zusammen, dass “nur” 5 ausgewählte Projekte an dem Wettbewerb teilgenommen haben und es sich um Nachwuchsprojekte handelt, so dass das Netzwerk der Projektstarter noch nicht allzu groß ist.

Sichtbarkeit für die teilnehmenden Projekte

Die MDM waren mit diesem Wettbewerb die Ersten, die unser neu gelaunchtes Contest-Modul ausprobiert haben. Das Modul ermöglicht es jeder Crowdfunding Page einen eigenen Crowdfunding-Wettbewerb zu realisieren. Dargestellt wird der Wettbewerb auf einer extra gestalteten Subseite von Startnext.

Da die Crowdfunding-Projekte eingebettet sind in den Wettbewerb und damit von den Kooperationpartnern wie der MDM oder Startnext über Newsletter oder Social Media Kanäle mit kommuniziert werden, wird die Aufmerksamkeit auf die Projekte gelenkt. Durch unsere Pressearbeit zum Wettbewerb konnten wir in den wichtigen Medien im Filmbereich eine recht hohe Resonanz erzielen und damit die Filme ins Gespräch bringen.

Presseclipping

Involvierung der Crowd und Verknüpfung mit einer Jury

Wenn die MDM bisher Preisgelder wie z.B. den Kinoprogrammpreis vergeben hat, hat eine Jury darüber entschieden, wer gewinnt. Mit diesem Wettbewerb geht demnach auch die MDM neue Wege und lässt die Crowd mitentscheiden, welche Nachwuchsfilme gefördert werden. Besonderheit dieses Crowdfunding-Wettbewerbs ist es, dass alle Projekte im Vorfeld von einer Jury für den Pitch beim MDM Nachwuchtstag KONTAKT ausgewählt wurden und damit auch erst am Wettbewerb teilnehmen durften. Bei diesem Wettbewerb sichert damit die Jury durch die Vorauswahl die Qualität und die Crowd wird in den Auswahlprozess miteingebunden. An diesem Punkt wird es sicherlich noch viele spannende Ansätze geben.

Was wir verändern würden

Der Workshop, der vor dem Start des Wettbewerbs stattgefunden hat, war ein wichtiger Baustein, allerdings würden wir den Workshop zukünftig anders strukturieren. Es ist sinnvoll, dass die Teilnehmer sich schon im vor dem Workshop über das Thema Crowdfunding informieren und zur Vorbereitung eine kleine Checkliste bekommen, damit alle auf dem gleichen Stand sind und wir konkreter an der Umsetzung der Crowdfunding-Projekte arbeiten können.
Bei unserem Workshop haben wir am gleichen Tag noch das Pitch-Video gedreht. Beim nächsten Mal würden wir den Videodreh weglassen, da die Erkenntnis bleibt, dass auch ein individuelles, gut gemachtes Webcam- bzw. Handyvideo sehr erfolgreich sein kann.

Fazit

Alles in allem ist dieser noch kleine Crowdfunding-Wettbewerb ein wichtiger Lernprozess gewesen, der sich gelohnt hat und auf den wir gemeinsam mit weiteren Förderinstitutionen aufbauen können. Für Ideen und Anfragen sind wir jederzeit offen.

Unser nächstes Cofunding-Experiment, das im Herbst starten wird, bereiten wir aktuell gerade vor!

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1. co:funding Handbuch  

15.08.2012

veröffentlicht von
Anna Theil

veröffentlicht in
Finanzierung

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