Das Alles-oder-Nichts Prinzip auf Startnext
Da wir in den letzten Wochen oft gefragt wurden, was bei erfolgloser Projektfinanzierung mit den Unterstützergeldern geschieht, möchte ich euch in diesem Blogeintrag unser Alles-oder-Nichts Prinzip genauer erklären.
Künstler und Kreative geben beim Erstellen ihrer Projekte auf startnext.de neben der Motivation zur Durchführung ihrer Idee auch Gegenleistungen, ein benötigtes Budget und einen Zeitraum, indem das Budget finanziert werden soll, an. Ein Projekt gilt dann als erfolgreich, sobald das benötigte Budget innerhalb der Deadline durch die Unterstützer finanziert wurde.* Ist dies nicht der Fall, erhalten die Unterstützer ihr eingesetztes Geld zurück und können es erneut an Projekte verteilen. Projektinitiatoren erhalten also entweder das benötigte Budget ( + zusätzliche Gelder durch eine mögliche Überfinanzierung) oder nichts.
Gründe für die Alles-oder-Nichts Finanzierung:
- Projektinitiatoren
sollen sich schon vor der Einstellung des Projektes auf startnext.de
mit dem benötigten Budget und ihren Zielen realistisch auseinander
setzen.
- Projektrealisierung: Sollte das Budget in der
angesetzten Zeit nicht komplett finanziert werden, kann in der Regel das
Projekt nicht umgesetzt werden. Das Alles-oder-Nichts Prinzip soll
sowohl Projektinitiatoren die finale Umsetzung des Projektes
ermöglichen, als auch den Supportern die Sicherheit geben, dass das
Projekt realisiert werden kann und sie ihre Gegenleistungen erhalten.
- Projektwerbung: Projektinitiatoren sollen dazu motiviert werden die Werbetrommel für ihr Projekt zu rühren um
Fans, Freunde und Fremde auf ihr Projekt aufmerksam zu machen und von
ihrer Idee zu überzeugen. Je mehr Leute von dem Projekt erfahren, desto
erfolgreicher kann das Projekt werden. Startnext gibt den Künstlern dazu
die wichtigsten Tools an die Hand.
- Marktrecherche: Durch das
Feedback und die Finanzierung ihrer Projekte können Kreative risikofrei
das Interesse von Fans, Freunden, Fremden und Firmen an ihrer Idee
beobachten.
Habt ihr noch Fragen? Postet sie im Kommentarbereich oder schickt uns eine Mail an info@startnext.de.
*
das zu erreichende Budget beinhaltet die 10%, die der Weiterentwicklung
und Werbung der Plattform zu Gute kommen. Projektinitiatoren müssen
demnach 110% durch Unterstützer funden.
Keywords: Crowdfunding Finanzierung Projektbudget Deadline
Andere Blogbeiträge zum selben Thema:
Rückblick auf den ersten co:funding Workshop in Leipzig
Kommentare (3)
Weitere ergänzende Gründe für das Prinzip
Ohne dieses Prinzip generieren wie aus meiner Sicht sehr viele negative Erlebnisse.
Der Supporter gibt z.B. Geld für ein Filmprojekt, weil er möchte, dass es mit DEM Schauspieler, IN DEM Drehort und MIT DIESER Technik realisiert wird. Kommt nur die Hälfte zusammen, und kann einige Sachen dadurch davon nicht mehr einhalten, bricht der Starter den Vertrag und muss aus rechtlicher Sicht jeden einzelnen Supporter erneut fragen, ob er zu diesen neuen Bedingungen bereit ist trotzdem das Geld zu geben - einige werden das Geld inzwischen für etwas anderes benötigen und zurückziehen und dadurch hat der Starter noch weniger Geld als versprochen und muss weitere Faktoren kürzen und wieder alle Supporter anschreiben, ob sie zu diesen neuen Bedingungen bereit sind. Dies verkompliziert aus unserer Sicht den Prozess enorm.
Das Alles-oder-Nichts-Prinzip gehört auf den Prüfstand
Ist das Alles-oder-Nichts-Prinzip wirklich notwendig? Ich glaube, dass das FastForward Magazine mehr davon hätte, die aktuell knappen 3.000 Euro zu bekommen als leer auszugehen!
wir denken darüber nach, unter bestimmten Umständen dieses Prinzip zu bestimmten Konditionen aufzuheben. Die Frage ist halt, wie das Magazin mit 3000 € realisiert werden kann, obwohl doch die Kosten über 10.000 € liegen. Es spricht ja nichts dagegen, dass die Starter die externen Sponsorings auch über die Plattform fließen lassen.